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NEUROLOGISCHE KRANKENGYMNASTIK
Nach Bobath und Vojta

Bei Störungen des zentralen Nervensystems kommen besondere krankengymnastische Therapiekonzepte zum Einsatz. Ziel dieser Behandlungen ist es, gesunde Bewegungsmuster im Gehirn zu speichern und für den Alltag abrufbar zu machen. Die Vojta-Therapie - benannt nach dem tschechischen Arzt Dr. Václac Vojta - hilft bei Bewegungsstörungen sowie bei Erkrankungen der Muskeln und der Atemwege. Als Vojta-Therapeuten üben wir einen gezielten Druck auf Reizzonen aus, die der Körper mit angeborenen Bewegungsmustern beantwortet. Dadurch aktivieren wir die Muskeln, stabilisieren die Körperhaltung und tragen zu einer gesunden Körperkoordination bei. Von der Vojta-Therapie profitieren Erwachsene und Kinder. Für die kleinen Patienten gibt es eine besondere Reflexschulung, die wichtige Bewegungsmuster auslöst und einprägt.
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Die Bobath-Therapie​
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Die Bobath-Therapie ist schon in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts durch das Ehepaar Berta und Dr. Karel Bobath entwickelt worden. Ziel der Therapie ist die Verbesserung von Bewegungsabläufen, die im selbstständigen aktiven Leben eine wichtige Rolle spielen. Bewegungsfolgen und Bewegungsübergänge werden durch gezielte Behandlungstechniken eingeübt. Dabei orientieren wir uns als Bobath-Therapeuten immer an den alters-/entwicklungsentsprechenden Bewegungsmustern. In der konkreten Schulung nutzen wir gerne alltagspraktische Aktivitäten, indem wir beispielsweise Schlaganfall-Patienten gezielt motivieren, die betroffene Seite beim Essen oder Waschen einzusetzen. Für die Behandlung von Kindern fokussiert das Bobath-Konzept auf die spielerische Motivation, um Bewegungsanreize zu setzen. Das so geförderte motorische Lernen verhilft den Kindern zu einer optimalen Entwicklung.

